HauchnebelkabinetTkommt im August 2016 ans Licht während eines siebenjährigen Aufenthalts in Berlin, indem es nach einer Quieszenz im von Trama afonA (*2005 – †2015 ~ Überrest: www.tramaafona.it) gedüngten Boden keimt. Heutzutage gedeiht es in Rom. Bey jeder Verwunderung einer Begegnung, lässt es sich mit suggestiven Tautropfen über­sä­en.

Ghiriego

Lorenzo Scacchia (*1977 – †?) ist Gärtner, Destillateur und Bote davon.

Ego@GNAM

Seit 2008treu.

Semantische Glosse zu das HauchnebelkabinetT und Postillæ di maraviglia

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das HauchnebelkabinetT

Hauch : die Zartheit, die Andeutung, das Streifen, die Aposiopese, die Atmosphäre
Nebel : das Geheimnis, die Romantik, die Interpretation, die Ruhe, die Natur, die Psychologie
Kabinett : die Intimität, die Kostbarkeit, die Bizarrerie, die Verwunderung, die Kuriosität, das Hüten, der Rausch, die Miniatur, das Andenken, die Architektur

Das H und das T stellen einen auf das Proszenium offenen Vorhang dar

Postillæ di maraviglia

Postillæ {Anmerkungen, Glossen}: die Kalligrafie, das Soufflieren, die Subjektivität, die Marginalität, die Erläuterung. Sie enthalten die stille {Tropfen} des Nebels. Die Ligatur æ ist eine poetische Lizenz (ansonsten, korrekt: postille) zur Erinnerung an die lateinische Etymologie post illa {nach diesen (Wörtern)}
di {von}
maraviglia {toskanische oder literarische Variante von meraviglia, «Wunder, Verwunderung»}: die Mirabilien von einem Aquarell, einer Craquelé-Keramik, einem viktorianischen Glashaus, der Belle Époque, dem Illusionismus, dem Drahtseilakt, einem Leckerbissen, einer Streichinstrumentgruppe, einem Guckkasten, einem Wunderkammer. Oder die auf dem Antlitz eines Kindes befleckten Mirabilien, während es seinen durch die Eismaschine fließenden Lieblingsgeschmack bewundert